Schümligenuss für den Vollautomaten
Diese BIO-Kaffeemischung beinhaltet je 25% Arabicas aus Mexiko (vgl. Info weiter unten), Kolumbien und Bolivien aus kontrolliert-biologischem Anbau. Die restlichen 15% aus der exotischen "Indian Cherry" Arabicasorte. Auserdem sind 10% Robusta-Kaffees aus Ostafrika enthalten.
Der Indian Cherry ist ein milder Tieflandarabica aus Indien, der in dieser Mischung für einen für Kaffeeautomaten optimalen Säureausgleich sorgt. Die wunderbar feine, marmorierte Crema dieses BIO-Schümli überzeugt!
Hintergrundinformation zu der mexikanischen Kooperative Etnias Michizá:
Seit 20 Jahren knüpfen organisierte Indiogruppen auf Diözesanebene untereinander Kontakt, um aus der Isolation herauszutreten und gemeinsam landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten. Einer dieser Zusammenschlüsse ist Etnias Michizá, ein Kooperativenverbund im Bundesstaat Oaxaca.
Rund 350 Mitglieder aus 24 Dörfern und fünf verschiedenen Ethnien finden hier eine gemeinsame Plattform: Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Land, Vermarktung, Gesundheit, Frauenförderung, Kultur und Bildung. Um demokratische Entscheidungsstrukturen zu gewährleisten, ist jede Volksgruppe in den einzelnen Gremien vertreten.
Der biologische Anbau
Nach intensiver Schulung begannen die 1988 die ersten Mitglieder von Michizá mit dem biologischen Kaffeeanbau. Die Pflanzungen, die in der Regel nicht größer als ein Hektar sind, liegen an Berghängen und werden manuell bewirtschaftet. Schattenbäume schützen die Kaffeesträucher vor der Sonne, die Beikrautregulierung erfolgt manuell. Das geschlagene Unkraut wird als Mulch weiterverwendet. Getrocknete Kaffeebohnenschalen, Tierdung und Küchenabfälle liefern natürlichen Dünger.
Um die laufende Pflege der Kulturen kümmern sich die Familien; lediglich zur Erntezeit von Dezember bis März kommen zusätzliche Arbeitskräfte aus den Nachbardörfern. Etwa 4 mal wird jeder Strauch abgeerntet, denn die Früchte (Kaffeekirschen) sind nicht alle gleichzeitig reif.
In einer Quetsche wird das Fleisch der roten Kaffeekirschen mit Wasser abgelöst, zurück bleiben die grünen Samen - die Kaffeebohnen. Nach dem Waschen, Trocknen und Sortieren kommen die Bohnen in Säcke und werden zur Sammelstelle gebracht.
Mit gezielter Betreuung und Weiterbildung versucht Michizá, das Bewußtsein für einen sanften Umgang mit der Natur zu schärfen. So werden schon Kinder und Jugendliche auf spielerische Art an die Grundlagen des biologischen Anbaus herangeführt und lernen, was dabei zu beachten ist.
2-3 mal im Jahr werden die Bauern von den Beauftragten für organischen Landbau kontrolliert und müssen über ihre Aktivitäten Rechenschaft ablegen. Die Anerkennung des biologischen Anbaus muss derzeit noch durch eine ausländische Institution erfolgen, was die Kooperativen jährlich Tausende Dollar kostet. Aus diesem Grund beteiligt sich Michizá aktiv am Aufbau einer einheimischen Zertifizierungsorganisation, die eines Tages das deutsche Naturlandsiegel ablösen soll.
Diversifizierung
Um nicht alleine vom Kaffee abhängig zu sein, ist die Kooperative immer auf der Suche nach Alternativen. Im Zuge der Diversifizierung entschied man sich z.B. für Hibiskus, der auch in Mexiko als Tee sehr beliebt ist. Daneben wird umfangreiche Subsistenzwirtschaft betrieben. Außer den wichtigsten Grundnahrungsmitteln Mais und Bohnen werden Zitrusfrüchte, Maniok, Kürbisse, Zuckerrohr und Gewürze angebaut. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Regeln des Wanderfeldbaus, dem regelmäßigen Wechseln von Standorten und Kulturen zum Schutz der Böden. Üblich ist außerdem die Kleinvieh- und Nutztierhaltung.
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