Dieser naturmilde Hochlandarabica aus dem zentralen Hochland Panamas zeichnet sich aus durch sehr gute Fülle und feinmildes Aroma. Er ist ausgesprochen säurearm und daher sehr gut verträglich.
Kaffee aus Panama ist zu unrecht wenig bekannt. Denn in Höhnen von 800 bis 1.200 Metern wird dort hochwertiger Arabica Kaffee kultiviert, in noch höheren Lagen bis 1.500 Metern gedeiht sogar tropischer Spezialitätenkaffee. Kaffee aus Panama gilt weltweit als Gourmet-Kaffee.
Panama gelang es in den vergangenen Jahren, seine Kaffeeproduktion zu steigern. Doch der allgegenwärtige Preisverfall auf dem Weltmarkt macht den Kaffeebauern das Leben nicht leicht.
Im Herbst 2002 fiel der Kaffeepreis auf den tiefsten Stand seit 30 Jahren – gemessen an der Kaufkraft sogar auf ein 100-Jahres-Tief. Vor allem die enorme Produktionsausweitung in Brasilien und Vietnam hat zu den weltweiten Überkapazitäten geführt.
EL PUENTE kauft den Kaffee bei Kleinbauern, die sich zu Kooperativen zusammengeschlossen haben, und zahlt ihnen einen fairen Preis. Damit können sie langfristig kalkulieren, so dass sich Investitionen in die Pflege der Plantagen, in Qualitätsverbesserungen und Bildung lohnen.
In Panama arbeitet EL PUENTE mit zwei der drei existierenden Kooperativen zusammen, die Exportqualität anbieten.
Kooperative La Esperanza
Angefangen hat alles 1968. Damals kam Pater Hector Gallego nach Santa Fé nördlich von Santiago. Schnell merkte er, dass es der armen Bevölkerung nicht allein an Kenntnissen des Evangeliums mangelte – und so leitete er die Bauern an, selbst einen Weg aus ihrer verzweifelten Lage zu suchen. Zunächst war es eine sehr kleine Gruppe, die sich zur Kooperative Esperanza – die Hoffnung - zusammenschloss. Inzwischen ist sie auf etwa 1000 Mitglieder angewachsen. Sie produzieren neben Kaffee auch Tomaten, Honig, Bohnen und Zitrusfrüchte und vermarkten sie gemeinsam.
Im Durchschnitt besitzt jeder Bauer 0,25 bis 2,0 Hektar Fläche für den Kaffeeanbau. Ein erheblicher Teil der Ernte wird lokal vermarktet.
Die Kooperative betreibt eine eigene Rösterei und hat Verbindung zu einer Kredit-genossenschaft, die den Mitgliedern günstige Darlehen gibt. Zugleich sorgt eine Konsumgenossenschaft dafür, dass sie, aber auch andere Menschen in der Umgebung günstig Lebensmittel, Seife und sonstige Alltagsprodukte einkaufen können.
Nicht nur für die Mitglieder, sondern für die gesamte Region ist La Esperanza extrem wichtig:
Die Kooperative hat 56 Arbeitsplätze in der Rösterei, im Lager, den Supermärkten und der Verwaltung geschaffen. Der ursprünglich für den internen Kaffeetransport gedachte Fuhrpark ist inzwischen zum führenden Fuhrunternehmen für Stadt und Region avanciert.
Kooperative ASCON - Natur-Kaffee aus den Bergen
Die zweite Kooperative, mit der EL PUENTE in Panama zusammenarbeitet, kommt aus einer schwer zugänglichen Gebirgsregion im Osten des Landes. Dort leben die Ngöbe, das größte indigene Volk Panamas.
Fast die Hälfte der Menschen hier sind Analphabeten, 95 Prozent verdienen weniger als 50 Dollar im Monat. Medizinische Versorgung vor Ort ist so gut wie nicht existent.
Da der Boden vielerorts wenig hergibt und die Bevölkerung rasch wächst, verlassen jedes Jahr 15.000 Menschen die Gegend, um anderswo ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der Wunsch, die eigene Situation zu verbessern und nicht mehr von den Kaffee-Zwischenhändlern abhängig zu sein, war die treibende Kraft für die Gründung der Genossenschaft ASCON.
Durch den Kauf und Genuss des Cafe de Panama werden nicht nur die Bauern selbst unterstützt, sondern auch andere Menschen in der Region. So hat die Generalversammlung von ASCON beispielsweise beschlossen, mit einem Teil des fairen Preises Schuluniformen, Stifte und Hefte für ABC-Schützen anzuschaffen.