Koffeinfreier Kaffee – wie schonend ist er und wie funktioniert die Entkoffeinierung?

Koffeinfreier oder auch entkoffeinierter Kaffee und Espresso werden immer beliebter. Viele Menschen reagieren empfindlich auf Koffein oder vertragen es schlichtweg nicht. Doch sie müssen keinesfalls auf leckeren Kaffee oder Espresso verzichten, denn es gibt inzwischen koffeinfreie und entkoffeinierte Kaffees von fast allen bekannten, gr0ßen Kaffeeröstereien und Kaffeemarken. Die italienische Bezeichnunen auf den Packungen lautet entsprechend „decaffeinato“.

 

Schmeckt denn koffeinfreier Kaffee auch?
Die Antwortet lautet: Ja. Ja wenn man ein Produkt wählt, das die für die eigenen Vorlieben passende Mischung und Röststärke hat und schonend entkoffeiniert und am besten langzeitgeröstet ist. Dann hat nämlich auch koffeinfreier Kaffee, Espresso, Cappuccino oder Latte einen ausgewogenen Geschmack und wunderbares Aroma.

 

Welche Entkoffeinierungsverfahren gibt es? Sind sie schonend und chemiefrei?

Es gibt verschiedene Verfahren, den Kaffeebohnen ihr Koffein zu entziehen. Die drei wichtigsten stellen wir hier vor.

  • Das Wasser-Verfahren
    Bei der Wasser Methode, die von der Swiss Water Decaffeinated Coffee Company Ende der 1970er Jahre erfunden wurde, werden die Kaffeebohnen mit heißem Wasser behandelt. Das geschieht so lange, bis das gesamte Koffein zusammen mit anderen Bestandteilen aus der Bohne gelöst ist.

 

  • Das chemische Verfahren
    Es wird immer weniger angewendet, da Konsumenten großen Wert auf sog. „natürliche“ Verfahren zu Entkoffeinierung legen. Bei diesem Verfahren werden die Kaffeebohnen ca. 30 Minuten lang mit heißem Wasserdampf behandelt. Das enthaltene Koffein wird anschließend für die Dauer von ca. 10 Stunden mit Hilfe der Lösungsmittel Dichlormethan oder Ethylacetat aus den Bohnen extrahiert. Nach dem Abgießen des Lösungsmittels werden die Bohnen nochmals ca. 10 Stunden getrocknet, um alle Restbestände des verwendeten Lösungsmittels zu entfernen. Diese Methode ist vor Allem deshalb umstritten und kaum mehr verwendet, weil Dichlormethan im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

 

  • Das Kohlenstoffdioxid-Verfahren
    Bei diesem schonenden und gesundheitlich völlig unbedenklichem Verfahren werden die Kaffeebohnen zunächst in einer Druckkammer mit Wasserdampf vorbereitet, um dann unter Druck zwischen 73 und 300 bar mit flüssigem, überkritischem CO2 gespült zu werden. Die sich aus Wasser und CO2 bildende Kohlensäure löst das in den Bohnen enthaltene Koffein, das CO2 verdampft anschließend beim Trocknen der Bohnen rückstandslos. Es kann kondensiert und wiederverwendet werden.Erst nachdem den Kaffeebohnen ihr Koffein entzogen wurde, werden sie – wir reguläre, koffeinhaltige Bohnen, geröstet. Alle Inhaltsstoffe, die den späteren Geschmack und das Aroma des Röstkaffees ausmachen und bestimmen, bleiben bei dem Kohlenstoffdioxid-Verfahren nahezu vollständig erhalten. Bitter- und Reizstoffe hingegen werden stark reduziert, was entkoffeinierten, koffeinfreien Kaffee bekömmlich macht. Dieses Verfahren ist das aufwändigste Verfahren, um Koffein aus Kaffeebohnen zu lösen, doch es kommt ohne jegliche Chemie aus und ergibt einen sehr aromatischen Kaffee.Bei Kaffeesolo finden Sie viele koffeinfreie Kaffees und Espressomischungen, die meisten davon sind durch das CO2-Verfahren, das einzig anerkannte biologische Verfahren, schonend entkoffeiniert.
    Viele unserer Kunden schwören auf koffeinfreien Kaffee, was bedeutet, daß auch koffeinfrei und Genuß Hand in Hand gehen können.

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